Saturday, 13. march 2010 6 13 /03 /März /2010 07:39

Ber Heuni habe ich heute etwas nettes entdeckt. Ein Projekt das dich in deine KIndheit zurück versetzt und dich in Erinnerungen schwelgen lässt.


http://www.heunihome.de/wp-images/daskindindir/logo.jpg


Im März geht das ganze schon in die dritte Runde. Nach den Themen Spielsachen und Trickserien geht es nun um das Thema: Abendteuer draußen.


Abendteuer draußen heißt für mich vor allem Camping.

soweit ich zurück denken kann sind wir immer in den Ferien zum Campen gefahren. Zusammen mit anderen Familien ging es dann immer zu anderen Campingplätzen.

Ich kann mich noch daran erinnern, ich war glaube sechs oder sieben da sind wir auch wieder auf irgendeinem Zeltplatz gewesen. Wir waren gerade erst angekommen und es schüttete wie aus Kübeln. Die Frauen blieben also mit den Kindern im Auto und haben Brote geschmiert und die Männer haben draußen im Regen versucht die Zelte aufzustellen. Das waren solche großen Zelte, wo man dann drinnen dann die einzelnen Kabinen aufhängen konnte. Ich glaub meine Eltern haben davon noch irgendwo ein paar Fotos wo wir alle in den Autos sitzen und unsere Butterbrote aßen.

Aber natürlich gab es auch Tage an denen Die Sonne geschrien hat. Ganz klar. Da waren dann oft Tage am Strand die Regel. Aber nicht nur das, unsere Eltern haben uns dann doch immer auf Trab gehalten. Ging es nun darum irgendwo eine Wanderung durch den Wald zumachen und etwas über die Bäume etc zu lernen, oder einfach nur darum die nächste Markierung zu finden und am Ende dann ein Picknick oder Ähnliches vorzufinden.

Irgendwann waren wir dann fest auf einem Campingplatz, mit Wohnwagen, Vorzelt und all das. Aber das eigentliche Zelten war doch immer das was mir am besten gefallen hat. Natürlich ist es nicht ganz so bequem was die Liegefläche angeht aber dennoch war es einfach eine ganz andere Atmosphäre.

Dafür sind wir dann regelmäßig mit den Booten losgefahren, haben irgendwo geankert und dort dann für zwei drei Tage die Zelte aufgeschlagen. Das hatte dann auch etwas.

Oder die ganzen Turniere die unsere Eltern veranstaltet haben, Federball, Volleyball... Die Kinderfeste jeden Sommer an denen man sich dann selbst mit dreizehn gern wieder las Kind bezeichnen ließ.

Als ich dann siebzehn war haben wir damit aber auch aufgehört. Meine Eltern hatten nicht mehr oft an Wochenenden frei, und die paar Wochen in den Ferien waren dann meist die einzige Zeit in der wir noch zum Zeltplatz gefahren sind. Jedes Mal eine dreieinhalb stunden Fahrt dafür das dort dann auch mit der Zeit immer weniger der Freunde und Familien vorgefunden hat.



Das Zelten hat dann irgendwann so sehr gefehlt das ich vor, jetzt fast, drei Jahren dann mit meinem Bruder und meiner Schwester beschlossen habe noch einmal richtig zelten zu gehen.

So haben wir uns dann einen Zeltplatz raus gesucht zu dem wir auch ohne Auto kommen würden. Der Platz war gebucht und die Rote raus gesucht. Zuerst einen Teil mit der Bahn und den Rest dann mit dem Rad. Ja die Räder waren schon sehr voll gepackt; Das Zelt, die Klamotten, Luftmatratzen bzw. Isomatte, Campingkocher, und eigentlich so einiges was man im nachhinein dann doch gar nicht gebraucht hat :)

Aber dann ging es los. Wetter lies deutlich zu wünschen übrig. und als wie dann so weit waren den Teil des Weges mit dem Rad hinter uns zu bringen hat es dann nur noch geschüttet. Aber wir waren motiviert, klitsch nass aber motiviert. So machten wir uns dann auf den Weg mit den Rädern, eine Strecke die mein Bruder vorher im Internet raus gesucht hat.

Ja er hätte vielleicht auch mal darauf achten sollen eine geeignete Strecke zu suchen denn wie sich irgendwann heraus stellte mussten wir einen beachtlichen Teil des Weges dann auf einer Landstrasse verbringen, kein Radweg daneben, oder wenigstens irgendeine Art von weg... nein direkt an den Feldern. Also hieß es so dicht an der Seite zu fahren wie nur irgend möglich. In dem immer noch peitschenden Regen. Links von uns fuhren die Autos und nicht selten passierte uns auch ein LKW dessen Räder locker so groß waren wie wir auf unseren Rädern.

Wir haben es dann heil bis zum Zeltplatz geschafft. Völlig durchnässt, mit klopfenden Herzen aber froh endlich dort zu sein.

Nun war es an uns das Zelt in dem Regen aufzustellen. Leider konnt ich mich nicht in ein Auto verziehen, Butterbrite mampfen und nur dabei zusehen, nein. Diesmal hieß es dann doch selbst mit anpacken.

Gesagt getan waren wir dann irgendwann im Trockenen. Bis. Ja es regnete in das Zelt. Das extra neu gekaufte Zelt. Undicht. und nicht nur ein Paar tropfen nein nach einer knappen halben Stunde war es drinnen genau so nass wie draußen.

Kurzer Hand ist mein Bruder dann zur Rezeption und hat uns einen kleinen Bungalow für einen kleinen Aufpreis besorgt und wir konnten nun endlich ins trockene.

Leider waren alle unsere Sachen dann auch so nass das diese dringend getrocknet werden mussten.

In der Waschküche haben wir dann auch eine Waschmaschine und einen Trockner gefunden. Alles gewaschen... und der trockner war defekt... na toll... ganz prima. Naja was solls also mussten die Sachen eben aufgehänt werden. Richtig. Es regnete noch immer. Wir haben also in dem kleinen Bungalow dann unsere Wäscheleine gespannt.. quer durch den Raum. Und haben mittels dem Campingkocker dann für etwas wärme gesorgt. War dann doch richtig gemütlich.

Die ganzen drei Tage die wir geplant hatten hat es dann auch wie aus Eimern geschüttet und es schien einfach kein Ende nehmen zu wollen.

Dann mussten wir zurück. Wir hatten immer noch keine richtig trockenen Sachen. Nicht mal ein Paar warme Socken. Zum glück gab es da in der Nähe aber noch eine Regionalbahn. Tja so haben wir uns die zweite Fahrt über die Landstrasse dann gesperrt und am ende waren die drei Tage dann mehr als doppelt so teuer wie geplant.

 Okay jetzt bin ich ein wenig ausgeschweift. Gut wir waren keine Kinder mehr aber was soll ich sagen irgendwo waren wir es doch. 


von Yiskah - veröffentlicht in: Das Kind in mir - Community: Alltagswahnsinn
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